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Weiterbildung·22. September 2026·5 min

Wir unterrichten jetzt: geförderte Weiterbildung zu KI und digitalen Prozessen

Vanessa und ich sind jetzt Dozenten im geförderten Lehrgang zum digitalen Kaufmann bei onReach. Warum das auch für deinen Betrieb interessant ist: Die Agentur für Arbeit kann einen Großteil der Kosten übernehmen.

Sascha Dargelvon Sascha Dargel
Abstraktes Werwolf-Motiv: ein ansteigender Lernpfad aus zwölf Stationen, die ersten sechs leuchten orange

Es gibt Neuigkeiten aus dem Netzwerk: Vanessa und ich sind jetzt Dozenten im geförderten Lehrgang zum digitalen Kaufmann bei onReach, einem zugelassenen Bildungsträger aus Stuttgart. Wir unterrichten dort das, was wir jeden Tag mit unseren Kunden machen: Abläufe aufräumen, KI sinnvoll einsetzen und Marketing so aufstellen, dass es trägt.

Die beste KI-Einführung ist eine, die dein Team selbst steuern kann.

Warum wir das hier erzählen? Weil dahinter eine Förderung steckt, die viele Betriebe nicht kennen. Wer seine Mitarbeitenden weiterbilden lässt, kann sich einen Großteil der Kosten von der Agentur für Arbeit übernehmen lassen, bei kleinen Betrieben bis zur kompletten Lehrgangsgebühr.

Warum Weiterbildung gerade jetzt drängt

KI, Automatisierung und digitale Kundenwege greifen direkt in kaufmännische Aufgaben ein. Angebote schreiben, Rechnungen prüfen, Kampagnen steuern, Kennzahlen auswerten: Überall verändert sich die Arbeit schneller als jede Stellenbeschreibung.

Die Frage ist nicht, ob sich Aufgaben verändern. Sondern ob deine Leute diese Veränderung selbst steuern können, oder ob sie ihr hinterherlaufen und du für jede Kleinigkeit einen Dienstleister brauchst.

Die Förderung, die kaum jemand nutzt

Grundlage ist das Qualifizierungschancengesetz. Es erlaubt der Agentur für Arbeit, die Weiterbildung von Beschäftigten zu fördern, und zwar doppelt: bei den Lehrgangskosten und beim Lohn für die Zeit, in der jemand lernt statt arbeitet.

UNTER 50BeschäftigteLehrgangskosten100 %Zuschuss zum Lohn75 %50 BIS 499BeschäftigteLehrgangskosten50 %Zuschuss zum Lohn50 %AB 500BeschäftigteLehrgangskosten25 %Zuschuss zum Lohn25 %Bis zu diesen Sätzen · Orientierungswerte der Agentur für Arbeit · Entscheidung im Einzelfall
Wie viel die Agentur für Arbeit übernehmen kann, hängt von der Betriebsgröße ab. Orientierungswerte, entschieden wird im Einzelfall.

Für den typischen Mittelstand, also Betriebe unter 50 Beschäftigten, ist das besonders interessant: Hier soll die Agentur die Lehrgangskosten vollständig übernehmen, dazu kommen bis zu 75 Prozent Zuschuss zum Arbeitsentgelt. Mit einer Betriebsvereinbarung oder einem Tarifvertrag zur Weiterbildung steigen beide Sätze um jeweils fünf Prozentpunkte. Und für Beschäftigte ab 45 Jahren oder mit Schwerbehinderung kann auch in Betrieben bis 499 Beschäftigten die volle Lehrgangsgebühr übernommen werden.

Wichtig, damit keine falschen Erwartungen entstehen: Ob und in welcher Höhe gefördert wird, entscheidet immer die zuständige Agentur für Arbeit. Einen Anspruch gibt es nicht, eine gute Vorbereitung hilft aber sehr.

Vier Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen

Mehr als 120 Stunden. Die Weiterbildung braucht einen echten Umfang. Der Lehrgang, um den es hier geht, hat 450 oder 900 Unterrichtseinheiten und liegt damit weit darüber.

Eine zugelassene Maßnahme. Bildungsträger und Kurs müssen für die Förderung zugelassen sein. Bei onReach ist beides der Fall, die Maßnahme ist zertifiziert.

Mehr als eine Anpassung. Eine kurze Einweisung in ein neues Programm fällt nicht darunter. Gefördert wird Kompetenzaufbau, der über den aktuellen Arbeitsplatz hinausgeht.

Der Antrag kommt vor dem Start. Die Beratung beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit gehört an den Anfang. Wer erst startet und dann fragt, riskiert die Förderung.

Was im Lehrgang passiert

Der Lehrgang heißt ausgeschrieben „Kaufmann/Kauffrau für digitale Geschäftsprozesse und Künstliche Intelligenz“. Das klingt nach Amt, beschreibt aber genau das Profil, das vielen Betrieben fehlt: jemand, der die kaufmännische Praxis kennt und digitale Prozesse, KI, E-Commerce und Marketing zusammendenken kann.

Es gibt ihn in zwei Längen: sechs Monate mit 450 Unterrichtseinheiten oder zwölf Monate mit 900. Einsteigen kann man laufend, man muss also nicht auf einen festen Starttermin warten.

MONAT 1 BIS 6 · 450 UNTERRICHTSEINHEITEN01Prozesse& KI02Web, UX& Recht03E-Commerce& Prompting04Shop &Kampagnen05Marke &KI-Tools06Budget &WorkflowsMONAT 7 BIS 12 · INSGESAMT 900 UNTERRICHTSEINHEITEN07EDV &Analyse08Strategie& Paid09Daten &Förderung10Cyber& IT11B2B &Content12Abschluss-projekt
Zwölf Module zu je 75 Unterrichtseinheiten. Die ersten sechs bilden die Halbjahresvariante, die Jahresvariante führt bis zum Abschlussprojekt.

Inhaltlich greifen vier Lernfelder ineinander: digitale Prozesse, KI und Automatisierung, Markt und Kunde sowie Steuerung und Sicherheit. Das verhindert, dass am Ende eine lose Sammlung von Tool-Tipps steht. Gearbeitet wird entlang realer Geschäftsfragen, und zum Abschluss präsentieren die Teilnehmenden eine digitale Unternehmensstrategie, die sie auch begründen müssen.

Was Vanessa und ich einbringen

Wir kommen nicht aus der Hochschule, sondern aus Projekten. Ich arbeite jeden Tag mit Betrieben, die ihre Abläufe aufräumen und KI so einsetzen wollen, dass sie Arbeit abnimmt statt neue macht. Vanessa baut als Creative Directorin Marken auf, die sichtbar werden und Kunden bringen.

Genau diese Praxis bringen wir in den Unterricht. Wer bei uns lernt, hört nicht, was theoretisch ginge, sondern was im Mittelstand tatsächlich funktioniert, und woran es meistens scheitert.

So kommst du zur Förderung

1. Bedarf klären. Wer soll lernen, welche Aufgaben hat die Person, und was soll sie danach können?

2. Beratung anfragen. Den Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit früh kontaktieren, auf jeden Fall vor Kursbeginn.

3. Unterlagen einreichen. Angaben zu Arbeitsverhältnis, Entgelt und Maßnahme vollständig übermitteln.

4. Bescheid abwarten, dann starten. Erst wenn die Förderentscheidung da ist, wird der Einstieg abgestimmt.

Bei den ersten beiden Schritten helfen wir gern. Inhalte, Dozenten und Förderbedingungen im Überblick findest du auf unserer Seite zur geförderten Weiterbildung.

Häufige Fragen

Wer bezahlt die Weiterbildung?

Die Agentur für Arbeit kann nach dem Qualifizierungschancengesetz einen großen Teil übernehmen: bei Betrieben unter 50 Beschäftigten bis zur vollen Lehrgangsgebühr, dazu bis zu 75 Prozent Zuschuss zum Arbeitsentgelt für die Lernzeit. Ob und in welcher Höhe gefördert wird, entscheidet die Agentur im Einzelfall.

Wie lange dauert die Weiterbildung?

Sechs Monate mit 450 Unterrichtseinheiten oder zwölf Monate mit 900. Der Einstieg ist laufend möglich, man muss also nicht auf einen festen Starttermin warten.

Wann muss der Antrag gestellt werden?

Vor dem Start der Weiterbildung, am besten so früh wie möglich. Ein erster Termin beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit klärt, ob und wie gefördert werden kann.

Wer ist der Bildungsträger?

Die onReach GmbH aus Stuttgart. Sie ist als Bildungsträger zugelassen, die Maßnahme ist zertifiziert. Vanessa Grubart und Sascha Dargel vom Werwolf Netzwerk unterrichten dort als Dozenten.

Fazit

Weiterbildung scheitert im Mittelstand selten am Willen, sondern an Zeit und Geld. Beim Geld kann die Agentur für Arbeit viel abfangen, bei kleinen Betrieben bis zur kompletten Lehrgangsgebühr. Wer ohnehin vorhat, jemanden im Team zur Person für digitale Prozesse und KI zu machen, sollte das vor der Anmeldung prüfen.

Passt das für jemanden aus deinem Team?

Wir klären gemeinsam, welche Weiterbildung zu welcher Person passt und wie der Weg zur Förderung aussieht. Das erste Gespräch kostet nichts.

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